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Tuco

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Tuco Salamanca ist ein Charakter der ersten und zweiten Staffel, ein brutaler Drogendealer mit mexikanischen Wurzeln, der den Meth-Handel für das Kartell in Alburquerque abwickelt. Dank seinem Hang zum eigenen Produkt ist er unberechenbar und skrupellos, aber gleichzeitig bedingungslos loyal zu seinen "Vorgesetzten". Er ist der Neffe des Don Hector Salamanca.

Geschäftsbeziehung zu Walt und Jesse

Tuco Salamanca erfüllt den Zweck eines Verteilers, welcher den Meth-Handel in einem bestimmten Bezirk kontrolliert für das übergeordnete mexikanische Drogenkartell (wahrscheinlich die Zetas). Er wurde als Ersatz des verschwundenen und tatsächlich von Walt getöteten Krazy 8, obwohl die Einsetzung Tucos eher als Aufwertung zu sehen ist, da Krazy 8 im Vergleich zu ihm ein kleiner Fisch ist, Tuco jedoch beste (Familien-) Beziehungen in die hohen Kreise des Kartells unterhält. Die Verantwortlichen fürchten wegen des Verschwindens von Krazy 8 eine Gefährdung ihres Machtmonopols in Alberquerque. Deshalb operiert der neue Boss Tuco von einem schwer bewachten Gebäude aus und hält sich eine kleine Privatarmee von Latino-Schlägern.

Den ersten Kontakt stellt Jesse her; das Duo erhofft sich, ihr Produkt über Tuco absetzen zu können, nachdem Krazy 8 wegfällt. Jedoch schätzen sie den Mexikaner falsch ein. Gleich beim ersten Zusammentreffen in Tucos Büro rastet dieser im Meth-Rausch aus und schlägt Jesse brutal zusammen (offensichtlich ein normaler Vorgang, da keiner seiner Männer eingreift). Der Dealer fühlt sich von Jesse bevormundet und sieht es als Zumutung, das Meth anderer Hersteller zu vertreiben. Damit ist die Geschäftsbeziehung vorerst erledigt. Nun ergreift Walt die Initiative und stattet Tuco einen Besuch ab, lediglich bewaffnet mit einem Beutel ihres vermeintlichen Meth. Tuco ist von Walts Erscheinung sehr amüsiert und noch mehr freut er sich über das "Gratis-Meth", welches ihm dargebracht wird. An dieser Stelle erfindet Walt sein zukünftiges Pseudonym "Heisenberg", mit dem er sich bei Tuco vorstellt. Das Meth stellt sich dann doch als hochexplosives Knallquecksilber heraus, mit der Walt das Büro sprengt (zumindest heftig demoliert). Eine waghalsige Aktion, die aber Wirkung zeigt. Tuco ist schwer beeindruckt von dem alten Mann. Heisenberg erhält die geforderte Menge Geld mit der Bedingung, dass er Tuco in Zukunft beliefert. Dabei spielt sicherlich auch eine Rolle, dass sich Tuco zwischenzeitlich von der Qualität ihres Produkts überzeugt hat. Die Geschäftsbeziehung zwischen ihm und dem Duo Walt-Jesse ist geboren.

Diese Beziehung wird nun zunächst vom unerfahrenen Walt gemanaget, obwohl er ja zuvor für eine strikte Arbeitsteilung war. Als Treffpunkt der beiden Partei zur Abwicklung der ersten Übergabe wählt Walt ausgerechnet einen abgelegenen Schrottplatz. Jesse spottet, Walt habe wohl zu viele Gangsterfilme gesehen. Ein öffentlicher Ort sei besser und sicherer gewesen. Tatsächlich hat vor allem Jesse Angst vor der brutalen Unberechenbarkeit von Tuco, er hat sie ja schon am eigenen Leibe gespürt. Walt jedoch nimmt an, dass es ja selbst im Drogenhandel seriöse, höchstens etwas exzentrische, aber verantwortungsbewusste Geschäftsmänner geben muss. Er soll eines Besseren belehrt werden. Bereits beim ersten Treffen gerät alles aus dem Ruder:

Tuco fährt mit einem Geländewagen und zwei Begleitern vor. Auch er mokiert sich über den Ort, den Walt als Übergabepunkt gewählt hat. Da Walt und Jesse ihre Formel geändert haben, weist ihre Meth nun eine markante Bläue auf. Der misstrauische Tuco testet die ungewöhnlich gefärbte Droge und ist begeistert. Ob grün, gelb oder pink, Hauptsache die Qualität stimme. Der Deal scheint reibungslos über die Bühne zu gehen, bis einer von Tucos Männern, No-Dog, das Duo darauf hinweist, sie sollen nicht vergessen, für wen sie arbeiten. Tuco fühlt sich von dieser Aussage übergangen und bevormundet. Er macht seinen Helfer verbal nieder, als Walt interveniert, um die Situation zu entschärfen. Heisenberg says: Relax. Tuco lacht, doch dann streckt er No-Dog mit der Faust nieder und schlägt beständig wie im Rausch auf dessen Gesicht ein. Walt ist entgeistert und realisiert, dass sie es hier keineswegs mit einem seriösen Geschäftsmann zu tun haben. Die erste Staffel endet damit, dass Tucos Cousin Gonzo den übel zugerichteten No-Dog auf die Rückbank des Wagens deponiert und Tuco zu Walt und Jesse sagt, sie werden in Zukunft viel Geld zusammen machen. Doch es ist klar, dass die Geschäftsbeziehung unter derartigen Umständen leicht zu brechen droht.


Am Beginn der zweiten Staffel wird direkt an den Deal auf dem Schrottplatz angeknüpft. Tucos Geländewagen schneidet Walt und Jesse den Rückweg ab. Der bewusstlos geschlagene No-Dog scheint dem Tode nahe. Heisenberg solle irgendwas tun und ihn wiederbeleben. Tuco ist außer sich, bezeichnet No-Dog als Pussy, die keinen zünftigen Prügel einstecken kann. Walt kann den Sterbenden nicht mehr retten und Tuco weist Gonzo an, die Leiche vor Ort zu entsorgen. Dieser schlägt vor, No-Dog traditionell zu beerdigen, doch Tuco lehnt das klar ab. Daraufhin lässt er Walt und Jesse ziehen, doch in diesem Moment überlegt er schon, wie er weiterhin verfährt, um sich selbst zu schützen. Die beiden sind immerhin Zeuge geworden, wie er jemanden totgeprügelt hat. Auf der anderen Seite haben dies auch Walt und Jesse realisiert.

Entführung und Tod

Dank des Vorfalls mit No-Dog sind denkbar schlechte Voraussetzungen für die zukünftige Geschäftsbeziehung gegeben. Jesse fürchtet, dass Tuco sie nun als Gefahr einschätzt und loswerden will. Angeblich werde er verfolgt von seltsamen Anrufern und Autos. Walt hält trotz allem noch an seiner Theorie des seriösen Geschäftsmannes fest, doch er ist bereits stark verunsichert. Bald fühlt auch er sich beobachtet, von einem Wagen vor seinem Haus. Kennt Tuco seine wahre Identität. Jesse sagt, er habe seine Quellen, um an derartige Informationen zu gelangen. Er soll Recht behalten. Nun warten die beiden mit diversen Plänen auf, um Tuco zuvorzukommen und ihn zu erledigen. Jesse schlägt vor, ihn zu erschießen, dabei kann er noch nicht einmal mit einer Pistole umgehen. Ihre Ambitionen, Tuco umzubringen, werden noch verstärkt, als Walts Schwager und DEA-Agent Hank ihnen das Foto eines Tatorts schickt. Darauf sieht der erschlagene No-Dog als auch Gonzo zu sehen, ebenfalls tot. Walt liest daraus, dass Tuco der Täter ist und sich der Zeugen des Mordes entledigen will. In ihrer Verzweiflung kommen dann mal wieder Walts Chemie-Kenntnisse zugute. Er besorgt einige hochgiftige Bohnen, die innerhalb von 48 Stunden den Konsumenten töten und vor allem keine Spuren im Körper hinterlassen. Das perfekte Gift. Sie machen daraus vermeintliches Meth, das sie Tuco als neue bessere Formel vorstellen wollen. Der "Degenerierte", wie Walt ihn nennt, schnieft ja eh alles, was ihm unter die Finger kommt. Beim nächsten Treffen wollen sie es ihm anbieten.

Aber dann kommt ihnen Tuco zuvor. Er entführt Jesse und lässt sich von ihm zu Walts Haus chauffieren, dessen Identität er offenbar gelüftet hat. Beide lotst er in Jesses Wagen raus in die Wüste zu einem Unterschlupf von ihm, an dem auch sein scheinbar dementer am Rollstuhl gefesselter Onkel Hector Salamanca haust, der nur noch über eine Klingel an seinem Gefährt kommunizieren kann. Die beiden Entführten gehen davon aus, dass ihr letztes Stündlein geschlagen hat, doch Tuco verfolgt andere Pläne. Es stellt sich heraus, dass Tuco von Gonzos Tod nichts weiß (dieser hat sich wohl versehentlich bei der Entsorgung No-Dogs selbst getötet) und vor allem habe die DEA nach dem Fund der Leichen sein Büro gestürmt und die meisten Mitglieder seiner Bande hochgenommen. Er selbst ist entkommen, wurde jedoch von den Drogenfahndern gesucht. Er verdächtigt Gonzo, ihn an die Bullen verpfiffen zu haben. Nach und nach offenbart er Walt und Jesse seinen Plan: Zwei Cousins von ihm werden sie gegen Sonnenuntergang abholen, wroauf sie über die Grenze nach Mexiko fliehen. Dort können sie dann die Meth-Profuktion fortsetzen. Während sie auf die Eskorte warten, versuchen Walt und Jesse fieberhaft, eine Lösung zu finden und Tuco zu überwältigen. Die Verabreichung des Gifts schlägt fehl, da der nervöse Jesse Chili als seine geheime Zutat anpreist, woraufhin Tuco ablehnt. Er möge kein Chili. 

Mehrmals steht die Situtaion kurz vor der Eskalation. Schon zu Beginn an testet Tuco, ob er den beiden vetrauen kann und droht ihnen mit dem Tod. Ein anderes Mal richtet er sein Sturmgewehr im Meth-Rausch auf Jesse, da er keinen Grund sieht, warum dieser mit nach Mexiko kommen sollte. Gerade so kann Walt ihn überzeugen, ihn am Leben zu lassen. Als Tuco außer Hörweite Essen macht, beraten sich Walt und Jesse unter Druck über ihr Vorgehen. Sie gehen davon aus, dass Tucos Onkel Hector, welcher seelenruhig Fernsehen schaut, sie sowieso nicht mehr wahrnimmt. Sie beschließen, das Gift in Tucos Mahlzeit zu geben. Gesagt, getan, doch am Tisch weigert sich Hector plötzlich, zu essen. Er verlangt die Mahlzeit von Tuco, der ihm mit Unverständnis begegnet, doch offenbar ist sein Onkel einer der wenigen Personen auf der Welt, welche seinen Respekt genießen und er kommt Hectors Bitte nach. Daraufhin fegt dieser das vergiftete Essen vom Tisch. Tuco ist außer sich, lässt das seltsame Verhalten seines Onkels jedoch durchgehen. Walt und Jesse wissen nun, dass Hector geistig anwesender als gedacht ist. 

Die Situation spitzt sich zu, Tuco pfeift sich immer mehr Meth rein und ballert mit seinem Sturmgewehr auf WIldtiere. Dann macht Hector mit der Klingel auf sich aufmerksam. Er weist anschuldigend auf Walt und Jesse und Tuco wird misstrauisch. Er beginnt, seinem Onkel Fragen zu stellen und kommt somit den beiden auf die Schliche. Hector gibt zu verstehen, dass sie Tuco linken wollen. Walt wehrt sich, indem er den Alten als dement bezeichnet, doch es ist zu spät: Tuco prügelt die beiden nach draußen und knöpft sich zunächst Jesse vor, den er in den Staub drückt und erschießen will. Walt hält ihn kurzzeitig davon ab, indem er offen zugibt, dass sie ihn vergiften wollten. Tuco ist perplex und das verschafft Jesse die Zeit, sich einen Stein zu greifen und den irren Dealer nieder zu strecken. Das Gewehr liegt nun außer Reichweite und die beiden bekämpfen sich erbittert. Als Tuco die Oberhand gewinnt, verpasst ihn Walt einen Schuß in den Bauch, welcher ihn außer Gefecht setzt (Jessie hat ihm im Gerangel in den Bauch geschossen). Sie stürzen ihn in eine Sandgrube und verzichten darauf, ihm den Gnadenschuss zu geben. "Lass ihn verbluten" sagt Walt.

Als die beiden in Jesses Wagen steigen, nähert sich ein anderer der abgelegenen Hütte. In der Angst, es seien die angekündigten Cousins, verstecken sie sich. Doch dann stellt sich der Ankommende als Hank Schrader, Walts Schwager, heraus, der auf der Suche nach dem mittlerweile vermissten Verwandten ist. Tuco hat sich zwischenzeitig aus der Grube befreit und ist zu Jesses Wagen getorkelt. Hank nimmt an, dass es sich auch um diesen handelt, erkennt aber Herrn Salamanca in dem Moment, in dem er sich umdreht. Tuco langt zu dem Sturmgewehr, welches Walt und Jesse auf den Rücksitz deponiert haben, Hank zieht seine Dienstwaffe und ein Schusswechsel entsteht. Doch schließlich gelingt es dem DEA-Agenten, den berauschten und angeschossenen Tuco mit einem Kopfschuss auszuschalten. Die Folge endet damit, dass Walt und Jesse die Flucht ergreifen und Hank die Leiche von Tuco begutachtet. Im Hintergrund ist die Klingel des Hector Salamanca zu hören.

Tucos Vermächtnis

Tuco Salamanca war ein brutaler ansatzweise sadistischer Schwerverbrecher. Wohl hauptsächlich wegen des eigenen exzessiven Drogenmissbrauchs war er launisch und nicht von allzu großer Intelligenz. Dies glich er jedoch mit seiner Skrupellosigkeit und seinen Führungsqualitäten aus. Zudem war er trotz allem ein eiskalter Geschäftsmann, der verantwortungsvoll für das Kartell operierte. Dennoch war es einer seiner brutalen Eskapaden, die seinen Sturz einleiteten. Daran ist zu erkennen, dass eine dauerhafte Geschäftsbeziehung zu Walt und Jesse gar nicht möglich war. Tuco verachtete seine Feinde und auch seine Freunde. No-Dog prügelte er zu Tode und wollte ihm noch nicht einmal ein anständiges Begräbnis gewähren. Es wäre nicht verwunderlich, wenn sich die eigenen Leute gegen ihn gestellt hätten.

Doch selbst Tuco ist kein stereotyper Bösewicht. Seinem Onkel Hector Salamanca, eine alte Größe des Kartells, zollte er Respekt, auch zeigte er ihm gegenüber so etwas wie Fürsorge. Er bekochte ihn und schien zumindest regelmäßig nach dem Rechten zu sehen in Hectors einsamen Domizil. Selbst wenn dieser ihn stark reizte (als er seine Mahlzeit vom Tisch fegte), verlor der ansonsten so jähzornige Tuco nicht komplett die Fassung. In Bezug auf seinen Cousin Gonzo, den er zuletzt für einen Polizeiinformanten hielt, sagte er, dass er dem Mann volles Vertrauen hatte zukommen lassen. Er war von dessen vermeintlichen Verrat bitter enttäuscht.

Der Tod Tucos wird im Verlauf der Serie noch schwerwiegende Auswirkungen haben. Seine Cousins, zwei professionelle Killer des Kartells, wollen Rache für den Tod Tucos. Zunächst ist Heisenberg ihr Ziel, dann lenkt Gus Fring sie auf Hank um, auf den sie unmittelbar danach ein Attentat verüben.

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